Warum Septembernebel?
Jede Seite braucht einen Namen. Dieser hier hat länger gedauert als manche Kurzgeschichte.
Den Titel habe ich mit Claude besprochen — einer KI. Sie ist mein Sparringspartner, weil es sonst niemanden gibt, der alle meine Geschichten gelesen hat, mir ehrlich seine Meinung sagt, Vorschläge macht und dann zwei Stunden mit mir über einen Namen diskutiert. Es gab viele Kandidaten. Geblieben ist der, mit dem ich mich am besten identifizieren konnte.
Ich bin 59. Der Herbst ist da, und keiner von uns weiß, wie schnell der verdammte Winter kommt. September eben.
Und weil viele meiner Geschichten auch ein bisschen unheimlich sind, passt auch der zweite Teil: Im Nebel mag sich das eine oder andere Ding verstecken, das uns ziemlich Angst machen kann.
Das Wichtigste aber ist: Die Geschichten auf dieser Seite sind nicht von einer KI geschrieben. Die meisten stammen aus den Neunzigern — getippt auf alten Schreibmaschinen oder Rechnern, die längst im Museum stehen.
Ein paar sind neu. Und es kommen weitere dazu. Denn seit ich den alten Scheiß ausgegraben und lesbar gemacht habe, ist die Lust am Schreiben wieder entflammt und brennt so heiß wie damals. Das Schreiben macht wieder Spaß!
Ohne Claude gäbe es diese Seite nicht
Zeit für ein Geständnis. Beziehungsweise für das Gegenteil: für Transparenz.
Meine Geschichten lagen dreißig Jahre lang auf sterbenden Festplatten und verrottenden CDs — geschrieben in Ami Pro, gespeichert als .sam-Dateien. Ein Format, das die Welt vergessen hat. Kein Programm konnte sie mehr öffnen. Was ich hatte, war ein Haufen unbrauchbarer Dateien.
Dann kam die KI. Claude hat die alten Dateien geöffnet, die Texte aus dem Datenbrei extrahiert und wieder lesbar gemacht — Geschichte für Geschichte. Ohne Claude gäbe es diese Website nicht, und die gedruckten Bücher auch nicht.
Auch die Bilder auf dieser Seite kommen aus der Maschine: Midjourney, Google Gemini, ChatGPT. Daraus mache ich kein Geheimnis. Und beim Korrigieren hilft die KI ebenfalls — sie findet Tippfehler, prüft Fakten, übernimmt Recherche. Was sie nicht tut: Geschichten erfinden und sie schreiben. Das ist mein Job.
Meine Haltung dazu ist einfach: Bei allen Kontroversen um KI — ohne sie gäbe es das alles hier nicht. Ich habe kein Problem damit, meine Texte und Bilder mit einer KI zu teilen. Ich weiß, dass dieses Feld komplizierter ist, als ein Absatz es fassen kann. Vielleicht schreibe ich dazu irgendwann einen eigenen Beitrag.
Wer macht hier was?
Der Mensch
Jede Geschichte. Jeder Satz. Jede Figur, jede Idee, jede Entscheidung. Und alle Fehler, die trotzdem noch drin sind.
Die KI
Die Rettung der alten Dateien. Die Bilder. Korrekturen und Recherche — und ein ehrliches Wort, wenn ein Titel nichts taugt.
Das Ergebnis
Eine Website, die es sonst nicht gäbe. Geschichten von einem Menschen — gerettet und gerahmt von einer Maschine.
Ob die Geschichten gut sind? Das darf jeder für sich beurteilen — mir ist das ehrlich gesagt gleich. Wenn jemand beim Lesen Spaß hatte, ist alles erreicht, was ich erreichen wollte.
Eine Kommentarfunktion gibt es hier bewusst nicht. Ich habe schlicht keine Lust, mir Hass-Kommentare einzufangen. Wer mir seine Meinung sagen will — zu einer Geschichte, zur Seite, zu allem: gerne per Mail an bastian@septembernebel.de. Ich lese alles, und anständig verfasste Mails, die auch durchaus kritisch sein dürfen, werden auch beantwortet. Werbung, sinnlose Anfeindungen oder sonstiger Müll landen postwendend im Papierkorb.
Und weil Ehrlichkeit auch für Technik gilt: Diese Seite kommt ohne Cookies aus, ohne Tracking-Banner und ohne Google-Server. Die Statistik zählt anonym, die Schriften liegen hier. Niemand liest mit — außer dem Nebel.
Und jetzt: viel Spaß im Nebel. Wenn darin etwas raschelt — es ist bestimmt nur der Wind.

