SeptemberNebel

Texte und Kurzgeschichten von Bastian Cord

Daheim (Fast ein Gedicht)

Manchmal reicht ein Blick. Ein flüchtiges Lächeln zwischen Fremden – und plötzlich weißt du, wo du hingehörst. Ein Prosagedicht über die Erkenntnis, dass Zuhause kein Ort ist.

Letzter Akkord

Er kommt nicht mit Fanfaren. Nicht mit dem Getöse alter Geschichten. Ein Gedicht über den letzten Begleiter, der kein Feind des Lebens ist – sondern sein vollkommenster Liebhaber.

Gärten des Gedenkens

Auf einer Welt, deren Bewusstsein in den Wurzeln singt, steht Lian vor der schwersten Aufgabe seines Lebens: Er soll die Musik komponieren, mit der seine Großmutter für immer Teil des großen Liedes wird.

Mann im Keller

Mann im Keller

Du bist sechs Jahre alt. Deine Mutter schickt dich in den Keller, Sprudel holen. Du weißt, dass er dort unten wartet. Du weißt es, seit du denken kannst. Und heute Abend ist er hungrig.

Daniel und die Silberlöffel

Daniel und die Silberlöffel

Daniel ist neun und kann Löffel verbiegen. Nicht mit den Händen – mit seinen Gedanken. In einer Familie, die ihn nicht sieht, trainiert er heimlich seine Fähigkeit. Bis jemand ihn zu weit treibt.

One Night Stand

One Night Stand

Eine Pistole, ein Taxi und eine Nacht in Stuttgart. Hartmut wollte eigentlich nur sterben. Aber zwischen dem Entschluss und der Tat liegt eine ganze Stadt voller falscher Abzweigungen.

Sylvia lächelt

Sylvia lächelt

Sylvia lächelt. Für die Kameras, für die Partei, für Peter. Niemand sieht, was hinter dem Lächeln passiert. Niemand hört die Stimmen. Heute Abend ist Wahlkampf – und Sylvia hat den Revolver in der Handtasche.

Versöhnung

Drei Tage Schweigen. Hundert geschriebene und wieder gelöschte Nachrichten. Zwei Menschen, die sich lieben und zu stolz sind, den ersten Schritt zu machen. Irgendwann muss einer die Brücke überqueren.