Manchmal reicht ein Blick. Ein flüchtiges Lächeln zwischen Fremden – und plötzlich weißt du, wo du hingehörst. Ein Prosagedicht über die Erkenntnis, dass Zuhause kein Ort ist.


Manchmal reicht ein Blick. Ein flüchtiges Lächeln zwischen Fremden – und plötzlich weißt du, wo du hingehörst. Ein Prosagedicht über die Erkenntnis, dass Zuhause kein Ort ist.

Jede Nacht besucht Margret das Grab ihres Mannes. Was als Trauer beginnt, wird zum Ritual. Doch manche Toten ruhen nicht – und manche Witwen wollen das auch gar nicht.

Er bestellt Cappuccino, trägt einen schwarzen Mantel und kennt die Geschichten aller Toten. Als Sarah ihn zum ersten Mal bedient, ahnt sie nicht, dass dieser Stammgast sie dreißig Jahre lang begleiten wird.

René sitzt im Dunkeln. Neben ihm ein Messer, ein Revolver und die Trümmer eines Lebens, das einmal gut hätte werden können. Heute Nacht wird er Michelle zum letzten Mal in den Armen halten.

Andreas findet einen Gedichtband mit einer wunderbaren Widmung. Findet er aber auch die große Liebe?

Fünfzig Jahre lang hat Gertrud ihr Geheimnis getragen. Jetzt schreibt sie ihr Testament, legt sich ins Bett und wartet. In dieser letzten Nacht kommt ein Besucher, den nur sie sehen kann – und er kennt den Weg nach Hause.

Eine Pistole, ein Taxi und eine Nacht in Stuttgart. Hartmut wollte eigentlich nur sterben. Aber zwischen dem Entschluss und der Tat liegt eine ganze Stadt voller falscher Abzweigungen.
Drei Tage Schweigen. Hundert geschriebene und wieder gelöschte Nachrichten. Zwei Menschen, die sich lieben und zu stolz sind, den ersten Schritt zu machen. Irgendwann muss einer die Brücke überqueren.

Helga lebt nach Ewalds Regeln. Seit dreißig Jahren. Dann erbt sie eine Taschenuhr von Tante Metha – und als sie die Zeiger zurückdreht, springt nicht nur die Zeit zurück. Sondern auch eine Frage, die sie sich nie zu stellen wagte.

Stefan beobachtet gern die alten Gelforths im Nachbargarten. Liegestühle, Sonntagskaffee, friedliche Stille. Bis zu dem Sonntag im August, nach dem die Liegestühle leer bleiben – und die Gelforths trotzdem nicht verschwunden sind.